Kieselrot auf altem Sportgelände an der Plantation in Friedrichsdorf festgestellt

31.05.2017

Entsorgung des Bodenbelags notwendig. Weitere Spiel- und Sportstätten in Friedrichsdorf werden überprüft. Kein Hindernis für die Realisierung der ÖkoSiedlung.

Auf dem ehemaligen Sportplatz an der Plantation ist Kieselrot festgestellt worden. Kieselrot ist ein Abfallprodukt, das bei der Kupfergewinnung entstand und bis Ende der 1960er Jahre häufig als Belag für Sport- und Spielstätten verwendet wurde. Anfang der 1990er Jahre wurden in Deutschland die ersten Flächen mit Kieselrot aufgrund erhöhter Dioxinkonzentrationen gesperrt und saniert.

Der ehemalige Sportplatz an der Plantation in Friedrichsdorf ist Teil des Grundstücks, auf dem die ÖkoSiedlung Friedrichsdorf entsteht. Dort wird die FRANK-Gruppe bis 2021 rund 350 Wohneinheiten errichten. Im Rahmen der zu vergebenden Erdbauarbeiten für die Erschließung fanden verschiedene Baugrunduntersuchungen statt. Die Untersuchungen ergaben keine auffälligen Belastungen auf dem Großspielfeld, jedoch auf anderen Flächen innerhalb des Sportgeländes. Untersucht wurde auf polychlorierte Dibenzodioxine und
Dibenzofurane. Eine geringe Belastung wurde auf dem Kleinspielfeld im süd-östlichen Bereich der Anlage festgestellt. Das Material ist laut Regierungspräsidium Darmstadt (RPDA) als „nicht gefährlicher Abfall“ eingestuft. Eine höhere Belastung wurde auf der Laufbahn festgestellt. Dieses Material muss gemäß dem RPDA auf einer Deponie für gefährliche Abfälle fachgerecht entsorgt werden. Ein entsprechendes Sanierungs- und Entsorgungskonzept liegt vor, ist
momentan in der Prüfung und wird nach der Freigabe durch das RPDA von einem zertifizierten Fachunternehmen umgesetzt.

Kommunikation mit Anwohnern, Sportlern und Behörden
Anwohner, Schulen und Sportvereine werden im Laufe des heutigen Tages mit einem Schreiben über den Kieselrot-Befund und die kommende Sanierung des Sportplatzes informiert.

Nach den ersten Untersuchungsergebnissen mit Verdacht auf eine Kieselrot-Belastung im April 2017 beauftragte die FRANK-Gruppe eine weitere Untersuchung, um den Grad der Belastung und die betroffenen Flächen einzugrenzen. Anfang Mai lagen die Ergebnisse vor und die Stadt Friedrichsdorf und das RPDA wurden umgehend informiert. Seitdem steht das
Immobilienunternehmen in engem Austausch mit der Stadt und den Dezernaten
Abfallwirtschaft sowie Grundwasser und Bodenschutz des Regierungspräsidiums. Das Amt für Arbeitsschutz ist ebenfalls eingebunden. Die Stadt Friedrichsdorf hat das Gesundheitsamt des Hochtaunuskreises eingeschaltet.

Zusammenfassung des Sanierung- und Entsorgungskonzeptes
Für das Betreten und Verlassen des Areals wird ein Schwarz-Weiß-Bereich eingerichtet, das bedeutet, dass nichts aus dem gesperrten Bereich in den offenen Bereich gelangt, ohne dass es vorher fachgerecht gereinigt oder verpackt ist. Als Arbeitsschutzmaßnahme werden die Arbeiter Schutzanzüge und Atemmasken tragen. Die Sanierung erfolgt in zwei Abschnitten, dabei werden die Erdschichten der betroffenen Bereiche vollständig abgetragen. Die Flächen werden unmittelbar vor und während des Aushubs befeuchtet, um die Entstehung von Staub
wirksam zu verhindern. Zudem werden die Arbeiten an windstillen und windarmen Tagen durchgeführt.

Gesundheitsrisiken durch die Nutzung des Sportplatzes in der Vergangenheit
Kieselrot ist seit vielen Jahren kein Gegenstand mehr von Gesundheitsstudien. Eine häufig zitierte Studie des Hygiene-Instituts des Ruhrgebiets konnte 1994 Jahre keine auffälligen Dioxinkonzentrationen bei den untersuchten Personen feststellen. Teilnehmer der Studie waren Kinder, Sportler, Anwohner und Platzwarte die auf einem Sportplatz mit Kieselrot in Kontakt kamen. Eine andere Studie des Landes NRW hatte ergeben, dass Kieselrot keine Gesundheitsgefahr darstelle, solange es nicht über längere Zeit über den Magen
aufgenommen werde. Die FRANK-Gruppe hat bereits einen Zaun um die ehemalige Sportanlage ziehen lassen, um die Baustelle während des Bodenaushubes und der weiteren Baumaßnahmen zu sichern. Die
Stadt Friedrichsdorf prüft momentan die Bodenbeläge weiterer Spiel- und Sportstätten im Stadtgebiet. Eine Belastung des Grundwassers kann ausgeschlossen werden, da die betroffenen Schichten nahe der Oberfläche liegen.

Auswirkungen auf die Realisierung der ÖkoSiedlung
Bei der fachgerechten Sanierung und Entsorgung werden alle belasteten Bodenanteile entfernt, so dass die Fläche danach unbedenklich als Wohnbaufläche genutzt werden kann. Die belastete Bodenschicht hat eine Tiefe von ca. 10-30 cm. Die Tiefe der Baugrube beträgt insgesamt zwischen 3 und 5 m. Der Beginn der Erschließung der ÖkoSiedlung Friedrichsdorf wird sich durch die Sanierung um einige Wochen verschieben. Nach der Genehmigung des Sanierungskonzepts durch das RPDA kann ein genauer Zeitplan erstellt werden. Der Vertriebsstart der ÖkoSiedlung Friedrichsdorf wird durch die Sanierungsarbeiten nicht berührt
und ist nach wie vor für den Herbst 2017 vorgesehen.

Pressekontakt:
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