Eine Stadt läuft voll. Ein Zustandsbericht über den Kieler Wohnungsmarkt

Die Stadt am Meer ist der Anziehungspunkt im Norden und verzeichnet ein stetes Wachstum. Wie sind die Prognosen und wo liegen die Potential?

Kiel ist schon immer eine klassische Mieterstadt gewesen. Begünstigt worden ist diese Entwicklung von der Hafenwirtschaft, den damit verbundenen Handelsunternehmen und natürlich von der Marine, die in der Umgebung viele Arbeiter und Angestellte mit kleineren und mittleren Einkommen beschäftigen. Das drückt sich in der hohen Anzahl an Mehrfamilienhäusern aus, in denen sich drei Viertel aller Wohnungen der Stadt befinden, die überwiegend vermietet werden.

Daneben ist Kiel das Wissenschaftszentrum im Norden. Die Christian-Albrechts-Universität oder das renommierte GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung ziehen hoch qualifizierte Menschen an. Daraus leitet sich einerseits der Bedarf an kleinen und günstigen Mietwohnungen für Studenten ab und auf der anderen Seite die Nachfrage nach Eigentumswohnungen und Eigenheimen für besser verdienende Mitarbeiter der Institute.

2015 und 2016 wuchs die Stadt um 1,6 Prozent bzw. 1,1 Prozent auf knapp über 249.000 Einwohner an, was auch auf den Zuzug geflüchteter Menschen aus Krisengebieten zurückzuführen ist. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sich diese Situation noch einmal wiederholt, wird die Kieler Bevölkerung bis 2030 auf über 268.000 ansteigen. Bezahlbare Wohnungen werden in der Landeshauptstadt ein knappes Gut bleiben. „Kiel verliert nicht an Anziehungskraft, wir müssen nur denen, die angezogen werden, auch Wohnraum bieten können“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer Anfang Januar in den Kieler Nachrichten.

Natascha Hoffmann von der FRANK Heimbau Nord ist sich sicher, dass diese Herausforderung nur mit der Erschließung neuer Flächen beantwortet werden kann: „Die Lage und die Grundstückskosten sind maßgeblich für die Entscheidung, was wir bauen können“, so die Geschäftsführerin. Vor allem aber seien die Baukosten aufgrund gestiegener Anforderungen an die energetische Bauweise und der hohen Auslastung der Bauunternehmen in den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt, was wiederum die Bauträger unter Druck setze. Der Bau von Mietwohnungen für Menschen mit geringen Einkommen ist somit zur Herausforderung geworden. Ein Modell ohne öffentliche Förderung, wie es in Hamburg getestet wird, bei dem die Miete fünf Jahre lang auf acht Euro pro Quadratmeter fixiert ist, ist keine Lösung. „Es fehlt die in der klassischen Förderung enthaltene Belegungsbindung zur Vermietung der Wohnungen an tatsächlich Berechtigte, die gewisse Einkommensgrenzen nicht überschreiten“, argumentiert Natascha Hoffmann.

In der Vergangenheit hat die FRANK-Gruppe im öffentlich geförderten Segment schon viel geleistet: fast 220 Einheiten im Brauereiviertel und rund 150 auf der Mercatorwiese. Dazu der Gustav-Schatz-Hof mit einer Seniorenwohnanlage, in der 94 öffentlich geförderte Mietwohnungen entstanden sind, von denen etwa 25 Prozent an Menschen mit Migrationshintergrund vermietet werden. In der Alten Feuerwache hat die FRANK Heimbau Nord in einer Projektpartnerschaft neben Eigentumswohnungen auch 50 Studentenwohnungen gebaut. In anderen Lagen setzt das Unternehmen Eigentumswohnungen um, denn auch in diesem Segment gibt es Bedarf. Aktuell baut FRANK an der Holtenauer Straße in Kiel-Wik 41 Eigentumswohnungen, von denen bereits zwei Drittel verkauft sind. In einem weiteren Neubauprojekt in der Fleethörn im Kieler Zentrum ist schon über die Hälfte von ebenfalls 41 Eigentumswohnungen verkauft.

Die Stadt laufe voll, beschreibt der Oberbürgermeister den Kieler Wohnungsmarkt. Die Statistiker in Schleswig-Holstein haben vorgerechnet, dass Kiel in den nächsten 13 Jahren mehr als 21.000 neue Wohnungen benötigt und damit knapp doppelt so viel wie bisher angenommen. Der Süden Kiels bietet Potenzial, davor aber liegt das Augenmerk auf der Wohnungsbauentwicklung am Ostufer der Hörn (siehe FRANK News 2017 II). An der Revitalisierung dieser ehemaligen Industriebrache sind die Grundstücksentwickler der GEV AG und die FRANK Heimbau Nord als Bauträger beteiligt. Das Areal ist nur fünf Minuten vom Büro der FRANK-Gruppe am Schwedendamm entfernt. „Wir übernehmen auch hier Verantwortung, denn neben Eigentumswohnungen planen wir Mietwohnungen für den eigenen Bestand, von denen 20 Prozent öffentlich gefördert sind und 5,80 Euro pro Quadratmeter kosten“, freut sich Natascha Hoffmann auf das „Heimspiel“ an der Hörn.

Mehr Informationen zur FRANK-Gruppe und dem Wohnungsbauprojekt an der Hörn.


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